Sofern nur lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen und bis Ende Juni des Folgejahres keine Arbeitnehmerveranlagung eingereicht wird und sich eine Steuergutschrift ergibt, hat das Finanzamt von Amts wegen eine antragslose Veranlagung vorzunehmen. Dafür muss der Steuerpflichtige dem Finanzamt ein Girokonto bekannt geben.
Erhöhung der Kapitalertragsteuer und Immobilienertragsteuer
Die Erhöhung der Kapitalertragsteuer von 25% auf 27,5% kommt grundsätzlich für alle ab 1.1.2016 zufließenden Einkünfte aus Kapitalvermögen (Dividenden, Gewinnausschüttungen, Anleihezinsen, Kapitalgewinne, Zuwendungen von Privatstiftungen, u.ä.) zur Anwendung. Lediglich für Bankguthaben und Sparbuchzinsen bleibt die Kapitalertragsteuer von 25% erhalten.
Neuregelung beim Sachbezug für Dienstfahrzeuge
Nach der geänderten Sachbezugswerte-Verordnung bildet der Schadstoffausstoß des Kfz die Grundlage für die Berechnung des lohnsteuerpflichtigen Sachbezuges.
Änderungen für Kapitalgesellschaften: Beschränkung der Rückzahlungen von Gesellschaftereinlagen
Die Steuerreform bringt Neuerungen für Kapitalgesellschaften. Bisher konnten sowohl die Geschäftsführung als auch die Gesellschafter frei bestimmen, ob eine Gewinnausschüttung oder eine Einlagenrückzahlung erfolgen soll.
Neuerungen Kassensysteme und Aufzeichnungspflichten
Die Steuergesetze bestimmen, dass Betriebe all ihre Bareinnahmen (auch Zahlungen mit Bankomat- oder Kreditkarten, Gutscheinen etc.) zur Losungsermittlung einzeln erfassen müssen. Zu diesem Zweck sind Unternehmen, deren Jahresumsatz 15.000€ und deren Barumsätze jährlich 7.500€ übersteigen, ab 01.01.2016 dazu verpflichtet, ein elektronisches Aufzeichnungssystem (eine Registrierkasse) zu verwenden.
Grundwerbsteuer bei Schenkung und Erbe ab 2016
Bei unentgeltlichen Übertragungen wird künftig die Berechnung der Grunderwerbsteuer vom Grundstückswert ermittelt.
STEUERreform 2015/16 – für Vermieter und Betriebsgebäude
Dieses Kapitel zählt, was die Steuerreform betrifft, eher zur sog. Gegenfinanzierung. Das bedeutet, dass sich einige Steuerzahler eher auf höhere Steuern, weil niedrigere Absetzbeträge, einstellen müssen.
STEUERreform – Die neuen Tarife ab 2016
Die steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer war das vorrangige Ziel der Reform. Dies ist nun auch geschehen und sieht mit den begleitenden Maßnahmen so aus:
Highlights des Abgabenänderungsgesetzes 2014
Lohn- und Gehaltsverrechnung 2015 – Ein Überblick über Neuigkeiten
Für Dienstgeberinnen und Dienstnehmerinnen haben sich für 2015 einige Dinge verändert. Hier Ihr persönliches Update.
Kassensysteme und Aufzeichnungspflichten
Derzeit gibt es in Österreich keine Belegpflicht, keine Registrierkassenpflicht und keine Verpflichtung dazu ein Kassensicherungsprogramm zu verwenden. Entsprechend der Barbewegungsverordnung müssen aber alle Umsätze einzeln aufgezeichnet werden, sodass ihre Entstehung und Abwicklung nachvollziehbar sind.
Neuerungen zur Umsatzsteuer – das MOSS kommt
Neue Leistungsortregeln für elektronisch erbrachte Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen
Ein Ausblick auf die Steuerreform 2016 – Für Dienstnehmer- und geberinnen
Noch ist es nicht fix, aber für Dienstgeber- und nehmerinnen könnte es zu folgenden Änderungen kommen. Aber es gilt: „Gesetzwerdung bleibt abzuwarten!“.
Vor der Steuerreform: Schenkungen von Immobilien innerhalb der Familie!
Die bevorstehende Steuerreform sieht vor, dass bei der Übertragung von Immobilien innerhalb der Familie die Grunderwerbsteuer künftig vom Verkehrswert berechnet wird und nicht wie bisher vom dreifachen Einheitswert. Folgendes Beispiel veranschaulicht dies:
Kurz notiert
Neues Formular für die UVA Ab 2014 gibt es in den Umsatzsteuervoranmeldungen eine Erleichterung: ab sofort ist die Angabe der Vorsteuern aus KFZ sowie der Vorsteuern aus Gebäuden nicht mehr erforderlich. Umsatzsteuerpflicht für Arbeitsmediziner Nach den einheitlichen EU-Richtlinien sind nur Heilbehandlungen umsatzsteuerbefreit. Die Tätigkeiten der Arbeitsmediziner sind jedoch umsatzsteuerpflichtig (mit 20% MWSt), außer es handelt sich um […]
Altes Verfahren im neuen Kleid?
Ab 2014 haben wir neue Gerichte, neun Verwaltungsgerichte der Länder und zwei Verwaltungsgerichte des Bundes. Das Bundesfinanzgericht ist eines davon.
Neue Nachweispflicht für Lieferungen aus Deutschland – die „Gelangensbestätigung“
In letzter Zeit werden österreichische Erwerber sehr häufig gebeten, den Erhalt einer Warensendung aus Deutschland zu bestätigen. Der Grund dafür ist eine geänderte, deutsche Rechtslage ab 1.1.2014. Nur wenn die strengen formalen Erfordernisse für die Bestätigung erfüllt sind, liegt für das deutsche Unternehmen eine steuerbefreite innergemeinschaftliche Lieferung vor.
Pendlerverordnung – die Neuerungen im Überblick
Bisher hat die gesetzliche Grundlage für die Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte Interpretationsspielräume offen gelassen. Mit der Pendlerverordnung wurde zur Ermittlung des Pendlerpauschales und des Pendlereuros ein Pendlerrechner eingeführt.
Neu im USP: Die elektronische Rechnung an den Bund
Ab 1. Jänner sind Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an Bundesdienststellen (siehe www.bbg.gv.at) ausschließlich elektronisch über das Unternehmensserviceportal („USP“) zu übermitteln.
Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz (GlBG)
Mit 01.08.2013 trat aufgrund einer Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz eine Erweiterung der verpflichtenden Entgeltangabe bei Stellenausschreibungen in Kraft.
Unternehmensgründung niemals ohne „Niemals ohne“
Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) betreibt seit September 2013 eine neue Homepage namens „Niemals ohne“. Diese Gründerinitiative soll Personen ansprechen, die sich selbständig machen und ein Unternehmen gründen wollen.
Umsatzsteuerbetrugsbekämpfungsverordnung – UStBBKV
Durch die UStBBKV wurde mit 01.01.2014 unionsrechtskonform das Reverse-Charge-System (siehe Infobox) in bestimmten betrugsanfälligen Bereichen eingeführt. Diese Bereiche umfassen gemäß § 2 UStBBKV:
Fiskurios
Kaiserin Maria Theresia hatte 16 Kinder, und das mag vielleicht die Parlamentiarerinnen dazu bewogen haben, statt der bisherigen Geschwisterstaffel folgenden Zuschlag zur Familienbeihilfe ab 1. September 2013 zu beschließen:
Die Reform der Finanzverwaltung geht weiter
Zusammenlegung der Finanzämter
Eine Liste für freie Gewerbe
Seit März ersetzt eine bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe alle bisherigen Listen von freien Gewerben und ist auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) unter http://www.bmwfj.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Seiten/ListederUnternehmenstätigkeiten.aspx abrufbar. Damit wurde eine Harmonisierung für zukünftige Gewerbeanmeldungen geschaffen, bestehende Gewerbeberechtigungen bleiben davon unberührt. (Renate Schneider) 07/13
Erleichterung zur Gründung einer GmbH
Die Rechtsform der GmbH wird durch die Senkung des Mindeststammkapitals und der anfallenden Gründungskosten in Zukunft attraktiver.
Wichtige Neuerungen im Zahlungsverkehr
Mit dem Zahlungsverzugsgesetz sind am 16.3.2013 einige wesentliche Änderungen im Zahlungsverkehr in Kraft getreten. Ziel dieser Neuerungen ist eine Verbesserung der Zahlungsmoral der Unternehmerinnen.
Fristen für Verjährung und Aufbewahrung – Wie lange sind wir der Abgabenbehörde verpflichtet?
Es hat mit der Rechtssicherheit zu tun, dass es Verjährungsfristen gibt. Nach einer bestimmten Zeit soll Recht Recht bleiben und von Behördenseite nicht mehr angetastet werden können. Hier die gültigen Regeln in einfacher Darstellung.
BMF-Info zum Jobticket
Das BMF stellte klar, unter welchen Voraussetzungen Jobtickets an Mitarbeiterinnen lohnsteuerfrei sind.
Negativer Basiszinssatz der EZB
Der Basiszinssatz bestimmt die Höhe der Stundungs-, Aussetzungs-, Anspruchs- und Berufungszinsen. Er ändert sich in Abhängigkeit zu dem Zinssatz, den die Europäische Zentralbank für ihre Hauptrefinanzierungsoperationen anwendet. Momentan gibt es aufgrund der Zinssenkung der EZB in Österreich erstmals einen negativen Basiszinssatz von -0,12 %. Somit ergeben sich folgende Änderungen bei der Zinshöhe:
Leider wieder aktuell – Katastrophenschäden
Die EU-wächst weiter: EU-Beitritt Kroatien
Mit 1. Juli 2013 ist Kroatien der EU beigetreten und nun Teil der Zollunion. Dies hat ein sofortiges Wegfallen der Zollgrenzen zwischen den bisherigen Mitgliedstaaten und Kroatien zur Folge.
Immo-ESt 2012 für Anfänger
Da sind wir alle Anfänger, denn Immobilienverkäufe sind erst seit 1. April 2012 steuerpflichtig. Für 2012 ist der Gewinn daraus nun in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Aber was muss der Steuerpflichtige (und sein Steuerberater) dazu wissen?
Ausweitung der Förderungen für Pendler
siehe auch: Jobticket (06/2013) Als Abgeltung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte stehen rückwirkend ab 1.1.2013 neben dem Verkehrsabsetzbetrag iHv 291 € und dem Pendlerpauschale der neueingeführte Pendlereuro und der Pendlerausgleichsbetrag zu. Pendlerpauschale für TeilzeitkräfteDie Höhe des Pendlerpauschales bleibt unverändert, bei Zumutbarkeit eines Massenbeförderungsmittels ab 20 km 58 €, ab 40 km 113 €, über 60 km […]
Dienstgeber News-Flash
Ab 2013 sind in der Lohnverrechnung Neuigkeiten zu beachten.
SVÄG 2012 bringt Unterstützung Selbständiger bei langer Krankheit
Das Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2012 gewährt mit 1.1.2013 eine neue Unterstützungsleistung für Selbständige bei länger andauernden Krankheiten.
Erleichterung der elektronischen Rechnungslegung
Für Umsätze ab 1.1.2013 wurde die elektronische Rechnungslegung durch das Abgabenänderungsgesetz 2012 wesentlich erleichtert. Unternehmer dürfen Rechnungen (§ 11 UStG 1994) nun auch elektronisch als E-Mail, E-Mail-Anhang, Web-Download, PDF, Textdatei, eingescannte Papierrechnung oder als Fax-Rechnung übermitteln.
Kassenrichtlinie 2012
Die Kassenrichtlinie 2012 soll Klarheit bezüglich der Ordnungsmäßigkeit von Kassensystemen bringen. Die Kassenrichtlinie nennt als Mindestvoraussetzung der Grundaufzeichnungen und der Losungsermittlung bei der Nutzung von Registrierkassen und Kassensystemen, dass sowohl die laufende Protokollierung der Datenerfassung als auch nachträgliche Änderungen und Stornierungen nachvollziehbar bleiben müssen.
Neues in FinanzOnline
Für einen Steuerpflichtigen, der seinem steuerlichen Vertreter keine Zustellvollmacht erteilt hat, werden seit 1.1.2013 Steuerbescheide elektronisch in die DataBox zugestellt, außer der FinanzOnline-Teilnehmer verzichtet ausdrücklich darauf. Damit beginnt unabhängig davon, ob das jeweilige Dokument in der DataBox durch den FinanzOnline-Teilnehmer geöffnet wird, der Fristenlauf für die rechtzeitige Einbringung einer Berufung.
Strafen sind nicht abzugsfähig!
Gesetzlich geregelt ist, dass Strafen, Schmier- und Bestechungsgelder zu den nichtabzugsfähigen Betriebsausgaben zählen. Gleiches gilt für Geld- und Sachzuwendungen, deren Gewährung und Annahme mit gerichtlicher Strafe bedroht ist. Nicht abzugsfähig sind ebenfalls Verwaltungsstrafen, die durch das Verhalten der Betriebsinhaberin oder ihrer Dienstnehmer ausgelöst werden. Diese Zahlungen sieht die Gesetzgeberin als Kosten der privaten Lebensführung.