STEUERfrei - Juni 2005

e-card – Die neue Krankenversicherungskarte

Die Ausgabe der e-cards hat begonnen und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Mit Einführung der e-card wird es statt der Krankenscheingebühr ein Entgelt von 10 € pro Jahr geben, das der Dienstgeber von allen ASVG-Versicherten jeweils im November für das Folgejahr einzuheben hat.

Welche Daten beinhaltet die e-card?

Die e-card beinhaltet den Namen, den akademischen Titel, das Geburtsdatum, die Versicherungsnummer und das Geschlecht. Auf der Rückseite befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK).

Welche Vorteile sind mit der e-card verbunden?

Die e-card gilt für jeden Vertragsarzt, egal ob Facharzt, Zahnarzt oder praktischen Arzt, und jede Vertragseinrichtung ohne jegliche zeitliche Begrenzung. Allerdings ändert sich nichts daran, wie oft ärztliche Leistungen im Quartal in Anspruch genommen werden können. Künftig wissen nur mehr Arzt, Patient und Versicherungsträger, wenn ein Arzt aufgesucht wurde. Durch Ausstellen des Krankenkassenschecks wusste es bisher auch der Dienstgeber. Bei Auslandsreisen innerhalb der EU, EWR und der Schweiz ersetzt die Europäische Krankenversicherungskarte in Zukunft den Auslandskrankenschein. Gültig ist sie allerdings nur, wenn sie rechts unten ein Ablaufdatum trägt.

Für welche Leistungen wird die Europäische Krankenversicherungskarte verwendet?

Die Europäische Krankenversicherungskarte wird bei Inanspruchnahme von Sachleistungen sowie einer Krankenhausbehandlung direkt dem ausländischen Leistungserbringer vorgelegt, der ein Vertragspartner der Krankenversicherung sein muss. Unter Umständen kann vom Leistungserbringer auch ein Personaldokument zur Feststellung der Identität verlangt werden.

siehe auch: E-Card Service-Entgeld (12/05); E-Card im Detail (06/05); Gesundheitsreform (12/04)

(Renate Schneider) 06/05