STEUERfrei – Juni 2013


Steuerliche Erleichterungen bei Katastrophenschäden

Opfern von Katastrophenschäden, wie etwa aktuell durch das Hochwasser, werden bestimmte steuerliche Erleichterungen angeboten.

So gibt es beispielsweise Vergünstigungen im Bereich der Ertragsteuern:

-        Freiwillige Zuwendungen und Spenden, die der Beseitigung von Katastrophenschäden gewidmet sind, sind für die Empfängerin steuerfrei.

-        Spenden aus dem Betriebs- oder Privatvermögen sind abzugsfähig, wenn die Empfängerin auf der Liste der begünstigten Spendenorganisationen eingetragen ist.

-        Sach- und Geldhilfen sind im Rahmen des betrieblichen Werbeaufwands als Betriebsausgaben abzugsfähig.

-        Kosten für die Beseitigung der Katastrophenfolgen und erforderliche Neuanschaffungen von Vermögenswerten sind ohne Selbstbehalt steuerlich absetzbar, es sei denn diese sind durch Subventionen oder Spenden abgedeckt.

-        Durch einen Freibetragsbescheid kann die steuerliche Berücksichtigung von anfallenden Kosten für die Beseitigung von Schäden für das laufende Kalenderjahr vorgezogen werden.

Darüber hinaus erfolgt in gewissen Fällen (z.B. ersatzweise Ausstellung gebührenpflichtiger Schriften) eine Gebührenbefreiung. Die Bundesverwaltungsabgabe entfällt, wenn die entsprechenden Amtshandlungen durch Katastrophenschäden nötig wurden.

Die Frist für die Einreichung der Abgabenerklärungen gemäß § 134 Abs. 1 zweiter Satz BAO wurde von Ende Juni 2013 auf Ende August 2013 erstreckt.

Zusätzlich gibt es Erleichterungen bei Steuer(nach)zahlungen. So wird etwa bei einem katastrophenbedingtem Zahlungsverzug bzw. bei Fristversäumnissen auf einen Säumnis- oder Verspätungszuschlag verzichtet.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch von der Grunderwerbsteuer bei einer durch die Katastrophe nötig gewordenen Absiedlung abgesehen.

Eine Befreiung vom Altlastenbeitrag gilt für Abfälle, die durch Katastrophenereignisse angefallen sind.

Siehe auch: Katastrophenschäden (07/2005)

(Lilian Levai) 06/13