STEUERfrei - Jänner 2002

Steuern, auch wenn die Kurse fallen

Neue "Sicherungsbesteuerung" für ausländische Investmentfonds

Alle Depotbanken, die ausländische Fonds verwalten, müssen zum Jahresende bzw. zum Zeitpunkt des Verkaufes eines Auslandsfondsanteils eine "Sicherungssteuer" einbehalten und an das Finanzamt abführen.

Diese Steuer beträgt 2,5% vom letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis.

Trotz Abzug dieser Sicherungssteuer, sind die Erträge aus diesen Fonds aber in der Einkommensteuererklärung anzugeben, wobei es auch Erträge zu versteuern gilt, die dem Anleger nicht zugeflossen sind (Substanz-gewinne, thesaurierte Gewinne).

Die Sicherungssteuer wird als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer angerechnet.

Die Sicherungsbesteuerung kann unterbleiben, wenn der Anleger dem Kreditinstitut
(ACHTUNG: BIS ZUM 31. DEZEMBER 2001) nachweist, dass das Finanzamt von den Auslandsfonds informiert ist.

Mit der sogenannten Offenlegungserklärung beauftragt der Steuerpflichtige seine Bank, Name und Depotnummer an sein Finanzamt weiterzuleiten.

Wer die Sicherungssteuer in Kauf nimmt und die Fondserträge nicht in die Steuererklärung aufnimmt, verletzt die gesetzliche Offenlegungspflicht.

(Andrea Gauster) 01-03/02