STEUERfrei - Juni 2004

 

Sind selbstimportierte PKW wirklich billiger?

siehe auch: NoVA (09/2011)

Nein, denn Bürger aus anderen EU-Ländern zahlen bei der Einfuhr ihrer privaten Personenwagen nach Österreich die Normverbrauchsabgabe (NoVA).


Dies betrifft ab 1. Mai 2004 auch die neuen Mitgliedsländer. Übersiedelt beispielsweise ein ungarisches Ehepaar aus beruflichen Gründen nach Österreich, muss auf den mitgenommenen PKW die NoVA gezahlt werden. Beim Eigenimport ist die Bemessungsgrundlage grundsätzlich der gemeine Wert des Fahrzeuges, der sich aus der Euro-Tax-Liste ermittelt. Der Steuersatz der NoVA beträgt 20 % beim Eigenimport, bei dem die NoVA in dieser Höhe zusätzlich zur Umsatzsteuer anfällt. Die Steuerschuld entsteht in diesem Fall mit dem Tag der Zulassung. Bei Eigenimporten beträgt die Anmelde- und Fälligkeitsfrist einen Monat ab Zulassung. Zuständig ist das Wohnsitzfinanzamt und für die Anmeldung eines selbstimportierten PKW ist das Formular NOVA 2 relevant. Jedoch sei der 20 % NoVA-Zuschlag in Österreich nach dem Beitritt der neuen Staaten in Frage gestellt, da dieser laut EU-Kommission einen Verstoß gegen die EU-Gebote darstellt. Ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich wurde bereits von der EU-Kommission eingeleitet.

(Renate Schneider) 06/04