STEUERfrei - Juni 2004

Als DienstnehmerIn ins Ausland gehen - verliere ich dabei meine Sozialversicherung?

siehe auch: SteuerBASICS Sozial-Versicherung für Selbständige (10/2012)

Die Grundsätze der Sozialversicherung innerhalb der EU-Mitgliedschaft gelten für alle Staatsbürger in EU-Mitgliedstaaten, außer sie sind nicht im Sozialversicherungssystem erfasst.

Als Berufstätiger ist man in dem Land versichert, in dem man seine Erwerbstätigkeit ausübt. Personen, die in mehr als einem Mitgliedstaat beschäftigt sind, sind in dem Land sozialversichert, in dem sie ihren Wohnsitz haben, so ferne sie allerdings eine Tätigkeit in diesem Land ausüben. Ansonsten ist er in dem Land versichert, in dem sein Arbeitgeber wohnt.

AUSNAHME: Es kann vorkommen, dass ein Unternehmen ArbeitnehmerInnen, die bei ihm beschäftigt sind, zeitweilig aus beruflichen Gründen in ein anderes Land entsendet. Wenn die voraussichtliche Dauer dieser Beschäftigung im Ausland zwölf Monate nicht überschreitet, ändern sich die anzuwendenden Rechtsvorschriften nicht.

Sachleistungen wie Krankengeld oder Karenzurlaubsgeld werden nach den Rechtsvorschriften des Landes erbracht, in dem Sie wohnen. Sollten Sie demnach in Österreich wohnen, aber in einem anderen Land arbeiten, können Sie die Sachleistungen im Falle von Krankheit und Mutterschaft in Österreich in Anspruch nehmen. Ihre Pensionen bzw. Renten, die Sie außerhalb Österreichs erworben haben, werden wie auch in allen anderen Staaten der Europäischen Union ungekürzt ausbezahlt. Sonderleistungen wie z.B. die Ausgleichszulage bei geringen Pensionen in Österreich werden nur ausbezahlt, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Österreich haben. Auch StudentInnen, die in dem Land ihrer Studien wohnen, haben Anspruch auf alle Sachleistungen bei Krankheit, die nach den Rechtsvorschriften dieses Landes vorgesehen sind, so ferne Sie selbst oder Ihre Eltern versichert sind.

(Renate Schneider) 06/04