STEUERfrei - September 2002

Neues in der Personalverrechnung

Seit 1. Juli 2002 gelten neue Regelungen, die soziale und beschäftigungswirksame Akzente setzen sollen.

Familienhospizkarenz mit Kündigungsschutz

Karenzierung zur Betreuung sterbender naher Angehöriger oder zur Begleitung schwerst erkrankter Kinder.

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Herabsetzung der Arbeitszeit, Änderung der Normalarbeitszeit oder auf eine gänzliche Karenzierung auf maximal ein halbes Jahr pro Anlassfall. Bei voller Karenzierung besteht kein Entgeltanspruch, man ist jedoch kranken- und pensionsversichert.

Nahe Angehörige sind: Ehegatte, Lebensgefährte, Kinder, Eltern, Großeltern, Wahl- und Pflegekinder sowie Schwiegerkinder und Schwiegereltern.

Ein gemeinsamer Haushalt (außer bei Kindern) ist nicht Voraussetzung, auch ist es unerheblich, ob sich der Angehörige in häuslicher oder Anstaltspflege befindet. Die Karenz muss dem Arbeitgeber schriftlich und mindestens fünf Arbeitstage vor Beginn unter Beilegung von ärztlichen Befunden oder Attesten bekannt gegeben werden. Das Verwandtschaftsverhältnis muss glaubhaft gemacht werden. Eine Genesung oder der Tod des Begleiteten muss unverzüglich gemeldet werden. Der Arbeitnehmer kann die vorzeitige Rückkehr zur ursprünglichen Normalarbeitszeit nach zwei Wochen nach Wegfall der Begleitung verlangen.

Keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge

Dienstgeber- und Dienstnehmeranteil entfallen für Beschäftigte über der Altersgrenze für die vorzeitige Alterspension!

Derzeit beträgt das maßgebliche Pensionsalter für Frauen 56,5 und für Männer 61,5 Jahre!

(Gisela Baumgartner) 09-12/02