STEUERfrei - April 2002

Service

Neue Pauschalierungsregeln

für Politiker

Kommunalpolitiker haben seit 2001 die Möglichkeit ihre Werbungskosten mit 15% der Bemessungsgrundlage pauschal zu berücksichtigen.

Es dürfen mindestens 438,- (wenn die Einkünfte mindestens 438,- betragen) und höchstens 2.628,- jährlich pauschal abgesetzt werden. Im Unterschied zu anderen Pauschalierungen dürfen daneben keine anderen Werbungskosten aus dieser Tätigkeit geltend gemacht werden. Die Pauschalierung kann nur von Stadt-, Gemeinde- und Ortsvertretern in Anspruch genommen werden. Bemessungsgrundlage ist die Summe der Bruttobezüge abzüglich steuerfreier Bezüge und abzüglich der Bezüge innerhalb des Jahressechstels.

Der errechnete Pauschbetrag ist um erhaltene Kostenersätze zu reduzieren. Bei nicht ganzjähriger Tätigkeit sind die Beträge anteilig zu kürzen, wobei angefangene Monate als ganze gerechnet werden.

für Handelsvertreter

Diese Pauschalierung ist für Handelsvertreter, Warenpräsentatoren, Versicherungs- und Bausparkassenvertreter, die gemäß Handelsvertretergesetz tätig werden anwendbar.

Das Betriebsausgabenpauschale beträgt 12% der Umsätze, höchstens 5.825,- jährlich. Darin sind enthalten: eigene Diäten des Handelsvertreters, Ausgaben für im Wohnungsverband gelegene Räume (Lager, Büro), Bewirtung von Geschäftsfreunden, nicht belegbare Betriebsausgaben. Neben dem Pauschale können noch belegbare Nächtigungskosten, Telefonspesen, Kosten für angemietete Büros und Lagerräume, Aufwendungen für Mitarbeiter, Sozialversicherungsbeiträge, Werbeaufwendungen, etc. abgesetzt werden.

Das Vorsteuerpauschale beträgt 12% des Betriebsausgabenpauschales, maximal 699,-. Die einkommen- und umsatzsteuerrechtliche Pauschalierung sind voneinander unabhängig und nur zulässig, wenn aus einer Beilage zur Steuererklärung hervorgeht, dass von der Pauschalierung Gebrauch gemacht wurde.

(Andrea Gauster) 04-06/02