STEUERfrei - Juli 2001

Mietverträge und EURO

Ab dem 1.1.2002 ist - nach der 2 monatigen Umstellungsphase - auch die Miete in EURO zu bezahlen. Wie berechnet sich diese?

Die rechtliche Basis wurde bereits zum Jahreswechsel 98/99 gelegt, als das Euro-Justiz-Begleitgesetz zum Schutze der Verbraucher beschlossen wurde. Seit dem 1.1.1999 sind bei Neuvermietungen die Mietpreise - pauschal oder der m²-Preis - in Schilling und in Euro anzugeben. Jedoch war es auch möglich diese doppelte Preisauszeichnung durch eine "Vereinbarung" zu ersetzen, spätestens zum 31. Dezember 2001 die maßgeblichen Schilling- und Euro-Beträge schriftlich bekanntzugeben. Diese Vorgangsweise haben die Vermieter auch bei Altverträgen einzuhalten. Ab dem 1. Oktober 2001 sind die Mietvorschreibungen in beiden Währungen anzugeben. In diesem Jahr wurden wegen der Erhöhung der Verbraucherpreise vom Justizminister bereits die Richtwerte (gültig ab 1.4.2001) und die Kategorienbeträge (gültig ab 1.7.2001) erhöht. Während bei der Richtwert-Erhöhung im Bundesgesetzblatt nur die Schillingwerte angegeben sind, hat man bei der Erhöhung der Kategorienbeträge die Umrechnung auf EURO bereits im Bundesgesetzblatt durchgeführt. Die neuen Beträge finden Sie in nebenstehendem Kasten.

Die neuen Kategorienbeträge für Mietverträge (gültig ab 1.7.2001)

Kategorie
Beträge in Schilling
Beträge in Euro
A
S 36,30
2,64
B
S 27,20
1,98
C
S 18,10
1,32
D
S 9,10
0,66

 

Bei der Höhe der Miete in Euro wird es kleine Differenzen geben, je nach dem ob der Gesamtbetrag der Miete oder der m²-Preis umgerechnet wird. Daher ist auf die Mietvereinbarung zu achten: gab es eine Pauschalmiete oder wurde ein m²-Preis im Mietvertrag vereinbart?

(Marina Polly) 07-09/01