STEUERfrei - März 2010


Und nun – eine kurze Meldungsübersicht!

Wie die  Finanzabteilungen in den Betrieben sind auch die Steuerberatungskanzleien in den vergangenen Jahren sukzessive zu MELDE-Stellen geworden.

 

Angaben aus der betrieblichen Abrechnung werden verschlüsselt, versendet, Behördenportale öffnen sich und empfangen eine Vielzahl von persönlichen Daten aus Leben und Wirtschaft.

 

Beispiele gefällig?

 

@ Umsatzsteuervoranmeldung :Umsatz, Exporte, Lieferungen in die oder aus der EU, Leistungen aus dem Ausland,  Bauleistungen oder Altstofflieferungen im Inland, Vorsteuern, davon wieviel aus KFZ-Aufwand oder aus Hausbau @ ZM-Meldung: Lieferungen und Dienstleitungen in die EU je Kundin @ KU I-Meldung: Betrag, der sich aus 1 Promill der in Anspruch genommenen Vorsteuern (samt innerstaatlicher oder innergemeinschaftlicher Übernahmeregelung) ergibt @ ADL-Meldung: Dienstleistungen mit Auslandsbezug @ INTRASTAT-Meldung: Lieferungen in die oder aus der EU nach Warengruppen @ NOVA-Meldung: Verkauf von Neufahrzeugen zur Anmeldung @ GKK-Anmeldung: Arbeitsbeginn der Dienstnehmerinnen mit Name, Anschrift, SV-Nummer, Bezug, Arbeitszeit, Dienstort @ GKK-Änderung: Änderung von personenbezogenen Daten ihrer Dienstnehmerinnen wie Name oder Anschrift, Arbeitszeit @ AUVA-Meldung: Arbeitsausfall bei Krankheit oder Unfall mit aktuellen Bezügen, Daten über etwaige Unfälle @ GKK-Abmeldung: Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit Datum und Art der Beendigung (Kündigung, einvernehmlich,..) @ Lohnabgabenmeldung: an das Finanzamt Betrag für Lohnsteuer, DB, DZ @ GKK-Beitragsnachweis: Beitragsgrundlagen für alle Sozialversicherungsabgaben wie für Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung, weiters Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung, Mitabeiterinnenvorsorge-Versicherung, Kammerumlage der Dienstnehmerinnen und Wohnbauförderungsbeitrag, E-Card-Gebühr @ L16-Lohnzettel: Summe der Arbeitsbezüge für Finanzamt und GKK, Adresse der Arbeitsstätte @ E18-Honorarmitteilung: Summe der Honorare von z.B. freien Dienstnehmerinnen, Aufsichtsrätinnen, Vortragenden @ Schwerarbeitsmeldung: Dauer der Schwerarbeit der Dienstnehmerinnen, @ Kommunalsteuererklärung: Lohnsumme des Betriebes nach Gemeinden @ Steuererklärungen betrieblich: Branche, Einnahmen und Ausgaben detailliert nach Sparten, bei Bilanziererinnen: Lagervorräte, Finanzanlagen, Lieferforderungen, Bankverbindlichkeiten 

 

 

So haben wir im vergangenen Jahr etwa 3.700 Datensätze für unsere Klientinnen elektronisch auf den Weg geschickt. Die mit „  gekennzeichneten Meldevorgänge wurden in den letzten 5 Jahren neu eingeführt. Und es wird vermutlich in der Zukunft noch weitere Meldepflichten geben, da oftmals neue Bereiche mit „Trojanern“ geöffnet werden. Damit meine ich als nebensächlich betrachtete  Meldeneuheiten, die die Schleusen für den Datenstrom erst richtig öffnen.

siehe auch: Meldeverpflichtungen (06-2002)

(Marina Polly) 03/10