STEUERfrei - Juli 2002

i Meldeverpflichtungen

siehe auch: Meldungsübersicht (03-2010)

Wider Erwarten bringt die Abfertigung NEU keine exzessiven bürokratischen Belastungen für Unternehmen, Neuerungen in den Meldeverpflichtungen sind aber unabwendbar.

Abgesehen von der Phase der Auswahl bzw. Vereinbarung der zu wählenden Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) erwächst aus heutiger Sicht die Belastung, eventuelle Änderungen der zuständigen MVK an die Gebietskrankenkasse mitzuteilen. Weiters muss bei erstmaliger Anmeldung eines Dienstnehmers die zuständige MVK der Gebietskrankenkasse gemeldet werden.

In Zusammenhang mit der Abfertigung NEU und anderen - noch nicht beschlossenen - Gesetzesvorhaben ist jedoch zu erwarten, dass der bei Ende eines Dienstverhältnisses auszustellende Lohnzettel neu gestaltet wird und in Zukunft direkt an die zuständige Gebietskrankenkasse zu übermitteln ist.

Da auch geringfügig Beschäftigte Anspruch auf Abfertigung NEU haben, ist auch für diese Beschäftigungsverhältnisse mit eventuellen Neuerungen im Meldewesen zu rechnen.

Darüber hinaus sind laut Mitarbeitervorsorgegesetz (= Abfertigung NEU) sämtliche Meldungen über Beitragshöhen, Beendigung von Dienstverhältnissen, Pensions-antritt oder Tod eines Dienstnehmers, etc. direkt von der Gebiets-krankenkasse an die MVK weiterzuleiten.

Trotzdem sind die Dienstgeber verpflichtet, den MVK alle gewünschten Auskünfte, insbesondere bei Prüfung von Auszahlungsansprüchen, unverzüglich zu erteilen.

(Andreas Schmidt) 07-09/02