STEUERfrei - April 2001

Kommunalsteuer ab 2001 novelliert

Umverteilung der Kommunalsteuer bei Personalleasing (Arbeitskräfteüberlassung, Personalgestellung) - der Beschäftige ist nun der Steuerschuldner

Fast unbemerkt hat das Budgetbegleitgesetz 2001 auch Neuerungen bei den Gemeindeabgaben gebracht.

Bis Ende 2000 hatte jene Gemeinde Anspruch auf Kommunalsteuer, in der die Betriebsstätte des Arbeitskräfteüberlassers (der eigentliche Dienstgeber) gelegen war. Ab 2001 verschiebt sich die Kommunalsteuerpflicht auf den Beschäftiger, das ist jener Betrieb, der sich Personal leiht. Durch diese Neuregelung soll das Kommunalsteueraufkommen nicht erhöht, sondern anders als bisher verteilt werden.

Nicht nur die Überlassung von Arbeitnehmern durch Personalleasing-Firmen fällt darunter, sondern jede Überlassung von Mitarbeitern mit freier Arbeitskapazität an andere Unternehmen. Die Überlassung von Arbeitskräften aus dem Ausland fällt ebenfalls unter diese neue Regelung.

Bemessungsgrundlage
Sind 70% des Gestellungsentgelts (ohne USt und Skonto). Werden steuerfreie Kilometergelder oder Diäten getrennt in Rechnung gestellt, müssen sie nicht in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden.

Fälligkeit der Steuerschuld
Mit Ablauf des Kalendermonats in dem das Gestellungsentgelt gezahlt wurde, zahlbar am 15. des nächsten Monats.

Siehe auch: Kommunalsteuer

(Gisela Baumgartner) 04-06/01