STEUERfrei - Juni 2004

Geld und Immobilien - die Kapitalsverkehrsfreiheit

Die Kapitalsverkehrsfreiheit ermöglicht den Unionsbürgern, sowohl Sachkapital als auch Geldkapital innerhalb der EU frei zu bewegen.

Chancen in Osteuropa


Investitionsfreudige sollten unbedingt die Möglichkeiten in Ost-Europa beachten. Die neuen Mitglieder bieten hohe Zinsen und steigende Aktienkurse. Durch die bevorstehende Entwicklung (u. a. durch Subventionen aus Brüssel) gehen Experten von einem starken wirtschaftlichen Aufschwung - ähnlich dem Spaniens und Portugals nach deren Beitritt - aus.

Eine Anlage (z.B. Aktienfonds, Anleihen in der Landeswährung, Anleihen in Euro) in den neuen Mitgliedstaaten bietet also viele Chancen - vielleicht sogar mehr als ein Investment in der alten EU. Da es bei den "Neuen" jedoch schnell zu Kurseinbrüchen kommen kann, sollte man unbedingt auf längere Zeit anlegen, um mögliche Krisen aussitzen zu können.

Verhinderung der Steuerhinterziehung

Um Steuerhinterziehungen über eine Geldanlage im EU-Ausland zu verhindern, will die EU in Zukunft Informationen über Zinserträge ihrer Bürger austauschen.

Die Schweiz (Steuerhinterziehung ist dort kein Straftatbestand) wollte vorerst nicht über ihr Bankgeheimnis verhandeln, sie wird auch weiterhin keine Informationen an die EU weitergeben. Jedoch müssen zwischen 15% und 35% der Zinserträge als Pauschalsteuer einbehalten werden. In Österreich soll der 25%ige KESt-Satz beibehalten werden. Für EU-Ausländer steigt er auf 35%.

Die EU strebt ähnliche Abkommen mit Liechtenstein, Andorra, Monaco, den USA, Hongkong und Singapur an.

(Susanne Kühlmayer) 06/04