STEUERfrei - September 2003

Neue Festsetzung der Schwellenwerte für KMU

siehe auch: KMU-Stresstest (07/2012)

Für staatliche Unterstützungsmaßnahmen nach den EU-Richtlinien, die den KMUs zugute kommen, hat die Europäische Kommission die Schwellenwerte für Klein- und Mittelbetriebe mit der Richtlinie 2003/38/EG, die eine Änderung der Vierten Richtlinie 78/660/EWG besagt, neu festgelegt:

Kleine Gesellschaften sind solche, bei denen am Bilanzstichtag die Grenzen von zwei der drei folgenden Größenmerkmale nicht überschritten werden:
3.650.000 EUR Bilanzsumme
7.300.000 EUR Umsatzerlöse
im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer

Für mittlere Unternehmen gelten folgende Kriterien:
14.600.000 EUR Bilanzsumme
29.200.000 EUR Umsatzerlöse
im Jahresdurchschnitt 250 Arbeitnehmer

Gleichzeitig wird in dieser Richtlinie festgesetzt, dass börsennotierte Gesellschaften ab dem Jahr 2005 die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze (IAS) anwenden.

Gemäß dem österreichischen HGB sind kleine Gesellschaften solche, bei denen am Bilanzstichtag die Grenzen von zwei der drei folgenden Größenmerkmale nicht überschritten werden:
3.125.000 EUR Bilanzsumme
6.250.000 EUR Umsatzerlöse
im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer

Für mittlere Unternehmen gelten folgende Kriterien:
12.500.000 EUR Bilanzsumme
25.000.000 EUR Umsatzerlöse
im Jahresdurchschnitt 250 Arbeitnehmer

Als große Gesellschaften werden all jene bezeichnet, die mindestens zwei der oben genannten drei Merkmale überschreiten. Eine Gesellschaft gilt stets als groß, wenn Aktien oder andere von ihr ausgegebene Wertpapiere an einer Börse in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union zum amtlichen Handel zugelassen oder in den geregelten Freiverkehr einbezogen sind.

Siehe auch: KMU-Förderungsgesetz (11-2006)

(Renate Schneider) 09/03