STEUERfrei - Feburar 2008

Kinderbetreuungsgeld

siehe auch: Kindergeld (03-2010)

Ab 1.1.2008 tritt das neue Kinderbetreuungsgeldgesetz, das am 17.10.2007 im Nationalrat beschlossen wurde, in Kraft.


Bezüglich der Höhe und der Bezugsdauer stehen ab 1.1.2008 diverse Möglichkeiten zur Wahl. So kann man sich neben dem bisherigen Bezug von 14,53 € pro Tag bis zum 30./36. Lebensmonat nun auch für 20,80 € (bis zum 20./24. Lebensmonat) oder 26,60 € (bis zum 15./18. Lebensmonat) entscheiden.
Die Zuverdienstgrenze erhöht sich von 14.600 € auf 16.200 € pro Jahr. Wird diese Grenze überschritten, so verringert sich das gebührende KBG um den die Zuverdienstgrenze übersteigenden Betrag. Eine solche Einschleifregelung war im vorhergehenden Gesetzesentwurf nicht vorgesehen.

Unverändert bleiben die Verzichtsmöglichkeiten bezüglich des KBG, die im Vorhinein für einen oder mehrere Monate möglich sind, wodurch die in diesem Zeitraum erfolgten Einkünfte für die Berechnung der jährlichen Zuverdienstgrenze außer Acht gelassen werden. Änderungen gibt es jedoch beim Widerruf des Verzichts, der nur für maximal 6 Monate rückwirkend möglich ist und nur für ganze Kalendermonate gilt.

Ein Zuschuss zum KBG (für Alleinstehende oder unter Berücksichtigung der Einkünfte des Ehepartners) kann nun bis zur Höhe der neuen Zuverdienstgrenze (16.200 €) bezogen werden. Die Freigrenze für den Gesamtbetrag der Einkünfte des Ehepartners beträgt nun 12.200 €.

Eine Verschärfung gibt es bei fehlendem Nachweis der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Hier erfolgt eine Reduktion des KBG um 50% ab dem 13./17./25. Lebensmonat.

Entsteht ein Anspruch auf ausländische Familienleistung, hat dies ein Ruhen des österreichischen Anspruchs zur Folge. Es kann jedoch eine Nachzahlung einer allfälligen höheren österreichischen Leistung nach Ende des Bezuges eingefordert werden.

Die arbeitsrechtliche Dauer der Karenz bleibt wie gehabt bis zum vollendeten 2. Lebensjahr des Kindes aufrecht.

TIPP: Für Geburten vor 2008 kann trotz bereits durchgeführter Antragsstellung auf die Kurzleistungen des KBG umgestiegen werden. Der Antrag hierfür kann jedoch nur bis zum 15./18. bzw. 20./24. Lebensmonat eingebracht werden. De facto bedeuten diese Verkürzungen der Bezugsdauer gleichzeitig eine Einbuße der Höhe des KBG.

siehe auch: KBG (10/2001), KBG (01/2002)

(Dominik Gocumyan) 02/08