STEUERfrei - Jänner 2001

Künstlerversicherung

Mit der Neuordnung der Sozialversicherung sind nun alle Künstler und Kunstschaffende pflichtversichert.

Nach bisheriger Rechtslage waren Bildende Künstler nach dem GSVG (Gewerbliche Sozialversicherung) pensions- und nach dem ASVG (Allgemeine Sozialversicherung) kranken- und unfallversichert. Musiker, Kabarettisten und Artisten waren in allen drei Sparten ASVG versichert. Alle anderen Kunstschaffenden waren nicht pflichtversichert.

Ab dem 1. Jänner 2001 sind nun alle Künstler, ungeachtet ihrer Sparte, im GSVG pflichtversichert, dabei kommen Versicherungsgrenzen und Beitragssätze der "Neuen Selbständigen" zur Anwendung.
(Informationen dazu finden Sie auch unter www.sva.or.at auf der Hompage der Gewerblichen Sozialversicherungsanstalt)

Wer bisher als Künstler im ASVG versichert war bleibt dies auch, nur die Pensionsversicherung wird von der Gewerblichen Sozialversicherung übernommen.

Wer hingegen eine Tätigkeit als Kunst-schaffender neu beginnt, unterliegt einer Meldepflicht bei der Sozialver-sicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, über die Aufnahme dieser pflichtversicherten Tätigkeit.

Um die Beitragsbelastung zu minimieren, wurde der Künstlersozialver-sicherungsfonds eingerichtet und gesetzlich geregelt. Aus diesem Fonds kann bei einem Jahreseinkommen von maximal S 270.000 ein Beitragszuschuß zur Pensionsversicherung von S 12.000 jährlich beantragt werden.

Bei Neuanmeldungen von Künstlern zur gewerblichen Sozialversicherung können solche Anträge an den Künstler-sozialversicherungsfonds mit angefordert werden.

Über den Anspruch auf Leistungen aus dem Fonds entscheidet dieser in erster und letzter Instanz. Falls die Künstlereigenschaft strittig ist, hat eine der je-weiligen Sparte enstprechende Kurie (Künstler-kommisson) ein Gutachten zu erstellen.

(Andrea Gauster) 01-03/01