STEUERfrei - Jänner 2002

i Honorarempfänger

Nach Vorbild des Lohnzettels müssen Daten zu Leistungen ab 2002 außerhalb eines Dienstverhältnisses an das Finanzamt gemeldet werden

Zur Meldung verpflichtet sind Unternehmer, sowie Körperschaften öffentlichen oder privaten Rechts, also auch Kapitalgesellschaften oder Verreine.

Meldepflichtig sind:

Leistungen als Mitglied des Aufsichtsrates, Verwaltungsrates und mit der Überwachung der Geschäftsleitung beauftragte Personen
Bausparkassen- und Versicherungsvertreter
Leistungen als Stiftungsvorstand
Vortragende, Lehrende und Unterrichtende
Kolporteure und Zeitungszusteller
Privatgeschäftsvermittler (Direktvertrieb, Warenpräsentatoren)
Funktionäre von öffentlich rechtlichen Körperschaften wenn Funktionsgebühren geleistet werden
Sonstige Leistungen, die im Rahmen eines freien Dienstvertrages erbracht werden und gemäß §4 Abs.4 ASVG versichert sind

Falls das Entgelt einschließlich allfälliger Reisekostenersätze im Kalenderjahr unter 900,- beträgt und für einzelne Leistungen weniger als 450,- ausmacht, kann die Meldung unterbleiben. Nicht automatisch mitteilungspflichtig sind die Leistungen von Journalisten, Künstlern, Musikern, Artisten, ...

Die Meldung erfolgt bis 31. Jänner (bzw. 28. Februar) des Folgejahres an das Finanzamt des Auftraggebers. Eine gleich-lautende Mitteilung muss für die Einkommen-steuererklärung auch für den Honorarempfänger ausgestellt werden. Bei der Gewinnermittlung müssen Personen, für die eine solche Mitteilung ausgestellt wurde, diese Einnahmen gesondert ausweisen.

Um die Meldung erstmals im Jahr 2003 fristgerecht erstellen zu können, ist schon vor Auszahlung mitteilungspflichtiger Honorare auf die Vollständigkeit der erforderlichen Daten des Honorarempfängers zu achten (Name, Anschrift, Versicherungsnummer).

(Andrea Gauster) 01-03/02