STEUERfrei - November 2006


Die Rechte der Steuerzahler

Siehe auch:
II) Sondereinheit KIAB,
III) Die Betriebsprüfung,
IV) RIA und eine neue Einheit

In Zeiten wie diesen, wo die Wirtschaftskriminalität immer tiefere Wunden hinterlässt, ziehen die Behörden alle Register. Hier ein kurzer Leitfaden zum richtigen Verhalten zum Beispiel bei Hausdurchsuchungen.


Beispiel Hausdurchsuchung:

Es ist kurz nach 9.00 Uhr, die letzten Angstellten nehmen ihre Plätze ein. Da läutet es an der Tür und vier Männer und zwei Frauen stehen vor Ihnen und strecken Ihnen Ausweise entgegen. Außer dem Symbol der Wirtschaftspolizei ist nicht viel zu erkennen bevor die Damen und Herren die Ausweise wieder einstecken und einer der Beamten zu reden beginnt:.Sie werden nach Ausweisleistung belehrt, dass bei Ihnen eine Hausdurchsuchung stattfindet.

Zuerst fragen Sie die Beamten nach Ihrem Hausdurchsuchungsbefehl, sollte dieser Ihnen nicht schon gezeigt worden sein. Darin steht, worum es sich genau handelt.

Diesen Bescheid kopieren und die Namen oder Dienstnummern der Beamten notieren Sie und bitten diese zu warten bis Ihre Vertrauenspersonen (Rechtsanwalt und/oder Steuerberater), die Sie in der Zwischenzeit benachrichtigt haben, vor Ort sind. Eine Stunde Wartezeit wird meistens gewährt.

Am besten gibt man den Beamten, wonach sie suchen und verlangt, dass die Unterlagen versiegelt werden. Ansonsten riskiert man, dass durch Suchaktionen Schaden angerichtet wird.Das Versiegeln schützt davor, dass jeder einen Blick auf die Unterlagen werfen kann, und erleichtert die Widererlangung der Dokumente.

Über weitere behördliche Kontrollmaßnahmen werden wir demnächst berichten.

(Michaela Zimmermann) 11/06