STEUERfrei - August 2007

Firmenbuchabfrage

In das Firmenbuch kann jede Person (auch über das Internet) Einsicht nehmen. Einsicht wird sowohl in das Hauptbuch als auch in die Urkundensammlung gewährt.

Allgemeines zur Firmenbuchabfrage

Unter Angabe der Firmenbuchnummer kann aus dem Hauptbuch ein Firmenbuchauszug abgerufen werden. Ist die Firmenbuchnummer nicht bekannt, kann sie über die Firma gesucht werden oder über den Namen einer Person, die im gesuchten Rechtsträger eine Funktion ausübt. Seit 2005 ist auch die Online-Abfrage jener Urkunden, die ab Juli 2005 bei Gericht eingereicht wurden, möglich.

- Einsichtname bei Gericht

Bei Gericht erfolgt die Einsicht in das Hauptbuch durch Ausdruck der gewünschten Daten aus der Firmenbuchdatenbank. Ein Firmenbuchauszug ist grundsätzlich persönlich während der Amtsstunden anzufordern. Eine Einsicht in die Urkundensammlung kann persönlich vorgenommen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei Gericht die benötigten Kopien zu erstellen.

Zuständige Behörden sind jedes Landesgericht, in Wien das Handelsgericht Wien, in Graz das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz. In Urkunden, die derzeit noch in keiner Datenbank gespeichert sind, kann nur beim zuständigen Firmenbuchgericht eingesehen werden, das ist das Gericht des Sitzes der Firma.

- Einsicht beim Notar

Jeder Notar hat als Gerichtskommissar Einsicht in das Hauptbuch zu gewähren, kann daher elektronisch Firmenbuchauszüge erstellen und beglaubigen.

- Gebühren bei Gerichten und Notaren

Firmenbuchauszüge aus dem Hauptbuch - für je 850 angefangene Zeilen – 9 €
Urkunden, z.B. je Bilanz - ohne Zeilenlimit – 9 €

- Firmenbuchabfrage über das Internet

Seit 1999 ist die Firmenbuchabfrage auch im Internet möglich. Der Zugang zur Firmenbuchdatenbank erfolgt über so genannte Verrechnungsstellen, bei denen Sie sich eine Zugangsberechtigung besorgen müssen.

Die Liste der zugelassenen Verrechnungsstelle finden Sie unter http://www.justiz.gv.at/firmenbuch/content.php?nav=113, auf der Homepage des Bundesministeriums für Justiz.

- Gebühren bei Internetabfrage

Je nach Art der Abfrage fallen zwischen 0,10 € und 4,30 € pro Abfrage an. Zusätzlich sind mit rund 15% Aufschlag auf diese Gebühren, die Kosten der Verrechnungsstellen abzugelten. Für die Erteilung der Zugangsberechtigung werden je nach Anbieter einmalig rund 20 €, eventuell auch jährliche Administrationsgebühren in ähnlicher Höhe in Rechnung gestellt.

- Gebühren bei Abfrage über unsere Kanzlei

Für elektronisch durchführbare Abfragen stellen wir pauschal 18 € inklusive aller Gerichtsgebühren und Nebenkosten in Rechnung.

- Achtung

Wer eine öffentliche Urkunde über den Stand des Firmenbuchs zwecks Vorlage vor einer Behörde etc. benötigt, braucht aber einen beglaubigten Firmenbuchauszug, der nur bei Gericht oder von Notaren ausgestellt werden kann.

Quellen: BMJ, HELP.gv.at

Siehe auch: Eintragungen im Firmenbuch (04/2002)

(Andreas Schmidt) 08/07