STEUERfrei - Juni 2007

Anreize für den Elektronischen Jahresabschluss?

Ab dem Bilanzstichtag 31.12.2007 sind Kapitalgesellschaften verpflichtet, alle Jahresabschlüsse in elektronischer Form einzubringen. Obwohl kleine Kapitalgesellschaften ausgeschlossen sind, gibt es einige Anreize zum elektronischen Umstieg.

Ab dem Bilanzstichtag 31.12.2007 sind Kapitalgesellschaften verpflichtet, alle Jahresabschlüsse in elektronischer Form beim Firmenbuch einzureichen. Unter Berücksichtigung der neunmonatigen Frist für die Offenlegung, bedeutet dies eine elektronische Einreichung bis spätestens September 2008.

Ausgenommen sind kleine Kapitalgesellschaften. Um die elektronische Übermittlung aber für alle attraktiver zu gestalten, werden einige Vergünstigungen in Aussicht gestellt. Zusammenfassend ist so die Einreichung in Papierform (unter Berücksichtigung der Eingabegebühr zuzüglich der Eintragungsgebühr) mit 75€ an Kosten um 48€ teurer als der elektronische Weg (insgesamt 27€).

Mit dieser finanziellen Vergünstigung gehen auch einige bürokratische Vereinfachungen einher, die einen freiwilligen Umstieg anregen. So sollen elektronische Einreichungen der Jahresabschlüsse an Finanzämter und das Firmenbuch übermittelt werden. In Planung sind weitere Verknüpfungen der elektronischen Versendung hinsichtlich der gleichzeitigen Übermittlung des Jahresabschlusses zusammen mit der Steuererklärung.
Technisch sollen Datenstromverfahren als XML- Files ermöglicht werden, die mit einer Konvertierungssoftware auch Prüf- und Visualisierungsoptionen nutzbar machen, um Fehlübermittlungen zu minimieren.

(Dominik Gocumyan) 06/07