STEUERfrei - Juli 2002

i Auszahlung

Die Auszahlung der Abfertigung NEU erfolgt nicht immer automatisch.

Die Auszahlung kann und muss verlangt werden:

bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses wenn mindestens drei Jahre Beiträge für den betreffenden Arbeitnehmer bezahlt wurden, der Arbeitnehmer nicht selbst gekündigt hat (ausgenommen Kündigung während einer Teilzeitbeschäftigung nach dem Mutterschutzgesetz oder dem Väter-Karenzgesetz), nicht berechtigt entlassen wurde und nicht unberechtigt vorzeitig ausgetreten ist.

bei Ende eines Dienstverhältnisses nach Vollendung des Anfallsalters für die vorzeitige Alterspension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung.

wenn der Arbeitnehmer seit mindestens fünf Jahren in keinem Arbeitsverhältnis mehr steht, aufgrund dessen Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse zu zahlen wären.

Bei Tod des Anwartschaftsberechtigten gebührt die Abfertigung den gesetzlichen Erben, zu deren Erhalt der Erblasser verpflichtet war, ansonsten fällt die Abfertigung in die Verlassenschaft.

Die Auszahlung erfolgt hingegen automatisch:

bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses infolge des Antritts einer Pension aus der gesetzlichen Pensions-versicherung, wenn der Arbeitnehmer nicht binnen zwei Monaten eine Er-klärung über eine andere Verwendung der Ab-fertigung abgibt.

Unterbleibt eine Auszahlung der Abfertigung, so bleibt trotzdem der Anspruch des Arbeitnehmers gegenüber der Mitarbeitervorsorgekasse aufrecht und die einbezahlten Beiträge werden weiter veranlagt.

(Andrea Gauster) 07-09/02