STEUERfrei - Feburar 2008

Arbeitszeiten sind aufzuschreiben

siehe auch: Führen sie korrekte Arbeitszeitaufzeichnungen (06/2008)

Der/die Arbeitgeber/in ist verpflichtet, Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer/innen zu führen. Der/die Arbeitnehmer/in hat diese Aufzeichnungen zu überwachen. Erfolgt diese nicht, ist 2008 mit Sanktionen zu rechnen.


Paragraph 26 des Arbeitszeitgesetz (AZG) bestimmt, dass der/die Arbeitgeber/in in der Betriebsstätte Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer/innen zu führen hat. Für Arbeitnehmer/innen, die ihre Arbeitszeit überwiegend außerhalb der Betriebsstätte verbringen, oder ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort weitgehend selbst bestimmen können, sind ausschließlich Aufzeichnungen über die Dauer der Tagesarbeitszeit zu führen.
Ist vereinbart, dass die Arbeitszeitaufzeichnungen vom/von der Arbeitnehmer/in zu führen sind, so hat der/die Arbeitgeber/in die ordnungsgemäße Führung dieser Aufzeichnungen zu überwachen.

Ab 1. Jänner 2008 wurde das Fehlen dieser dem Gesetz entsprechenden Aufzeichnungen mit nachstehenden Sanktionen belegt.

Hemmung der Verfallfristen
Ansprüche der Arbeitnehmer/innen (z.B.: Überstundenabgeltung) verjähren erst drei Jahre nach
ihrer Fälligkeit.

Strafbestimmungen
Pro fehlender Aufzeichnung je Arbeitnehmer/in zwischen 72 € bis 1.815 €.
Im Wiederholungsfall pro Arbeitnehmer/in 145 € bis 1.815 €.

All-in- oder Pauschalvereinbarungen führen nicht zu einer Befreiung der Aufzeichnung. Auch bei
einer generellen Festlegung der Tagesarbeitszeit sind Aufzeichnungen zu führen.
Ausgenommen vom Arbeitszeitgesetz sind leitende Angestellte -/innen, denen maßgebliche Führungsaufgaben selbstverantwortlich übertragen sind.

(Siegfried Polly) 02/08