STEUERfrei - Juni 2009


Freizügigkeit am Arbeitsmarkt

Für die neuen EU-Bürger (Teilnehmerstaaten seit 1. Mai 2004 bzw. 1. Jänner 2007) hat Österreich den Zugang zum Arbeitsmarkt noch nicht geöffnet. Erst jüngst wurde von der EU die dritte Übergangsphase bewilligt. Somit bleibt ein Teil der EU-Bürger zumindest bis 30. April 2011 ausgeschlossen.
Während die EWR-Bürger aus Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz sowie die Bürger Maltas und Zyperns ohne Bewilligung beschäftigt werden dürfen, kommen Arbeitskräfte aus den anderen neuen EU-Ländern nur ausnahmsweise zum heimischen Arbeitsmarkt. Ansonsten gelten die Kontingente, wobei EU-Bürger bevorzugt zu behandeln sind.

Die Beschäftigungsbewilligung benötigen auch:
- geringfügig Beschäftigte
- dienstnehmerähnlich Beschäftigte (freie Dienstnehmer, Gesellschafter von Personengesellschaften, Gesellschafter von GmbHs bis 25% Beteiligung)

Hier einige Ausnahmen:
- 12 Monate lang regulär Beschäftigte
- in Österreich 5 Jahre lang Ansässige mit erlaubter Erwerbstätigkeit
- Schlüsselkräfte (mind. 2.412 € Entlohnung und besondere Qualifikation)
- Pflegekräfte in Privathaushalten
- Wissenschafter, Forscher, Hochschullehrer
- Au-Pair-Kräfte
- Seelsorger, Militärexperten
- Bedienstete bestimmter internationaler NGOs
- Ferialpraktikanten im Rahmen inländischer Ausbildungen

(Marina Polly) 06/09