STEUERfrei - Juli 2002

Abfertigung NEU in der Lohnsteuer

Steuerliche Auswirkungen des neuen Mitarbeitervorsorgegesetzes auf den Dienstnehmer

Erwirbt der Mitarbeiter einen Anspruch auf Auszahlung der Abfertigung gegen eine Mitarbeitervorsorgekasse, so hat er vier Möglichkeiten darüber zu verfügen.

1. die Auszahlung des Abfertigungsbetrages

2. den Abfertigungsbetrag weiter in der Kasse belassen um z.B.: die 3-Jahresfrist für die Auszahlung zu erreichen

3. den Abfertigungsbetrag in die Kasse des neuen Arbeitgebers übertragen

4. die Überweisung an ein Versicherungsunternehmen als Einmalprämie für eine Pensionszusatzversicherung nach Einkommensteuergesetz oder an ein Kreditinstitut zum Zwecke des Erwerbes von Anteilen an einem begünstigten Pensionsinvestmentfonds oder an eine Pensionskasse, bei der der Mitarbeiter bereits Anwartschafts-berechtiger im Sinne des Pensionskassengesetzes ist

Lässt sich ein Arbeitnehmer den Abfertigungsbetrag als Kapitalbetrag auszahlen, so beträgt die Lohnsteuer 6%.

Wird der Abfertigungsbetrag nach Punkt 2 in der Mitarbeitervorsorgekasse belassen, oder in die Kasse eines neuen Arbeitgebers übertragen, hat das steuerlich keine Auswirkung.

Wird der Abfertigungsbetrag wie in Punkt 4 beschrieben verwendet, fällt ebenfalls keine Lohnsteuer an. Die Kapitalabfertigung angefallener Renten unterliegt einer Lohnsteuer von 6%.

(Siegfried Polly) 07-09/02